Datenbank PRAXIMO - Gender Mainstreaming in der Jugendsozialarbeit
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Auf einen Blick:
Projektbeschreibung Welche innovativen Praxismodelle im Arbeitsfeld Jugendsozialarbeit leisten in besonderer Weise einen Beitrag zur tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männer? Die Datenbank PRAXIMO wird um ein Modul "Gender Mainstreaming" erweitert. Aufgabe des Projektes ist es, durch systematische Recherche, Auswertung und gezielte Verbreitung von innovativen Praxismodellen Anregungen für die Anwendung der Strategie Gender Mainstreaming im Arbeitsfeld Jugendsozialarbeit zu geben.
In das Modul werden Konzepte aufgenommen,
- mit denen Mädchen und Jungen befähigt werden, Erwerbs- und Familienarbeit in ihre Lebensplanung erfolgreich zu integrieren;
- Konzepte, die die Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten jenseits geschlechtstypischer Einengungen ermöglichen,
- Strategien, die die Benachteiligung von Mädchen und Frauen in Ausbildung und Erwerbsarbeit überwinden,
- organisatorische Ansätze, die geeignet sind, die Gleichstellung von Frauen in Verbänden und Institutionen umzusetzen.
Auf Grundlage von Dokumentenanalysen, Projektbesuchen vor Ort und standardisierter Interviews werden detaillierte Beschreibungen der Praxismodelle erarbeitet. Die Praxisbeschreibungen finden Aufnahme in die Datenbank PRAXIMO, die im Internet veröffentlicht wird.
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Gender Mainstreaming Mit diesem Begriff verbindet sich eine - im Rahmen der EU weiterentwickelte - Gleichstellungspolitik, mit dem Ziel, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern zu befördern. Dabei werden Männer und Frauen aufgefordert, die Verantwortung zum Gelingen zu übernehmen. Gender Mainstreaming bedeutet, "dass in jedem Politikbereich und auf allen Ebenen die Ausgangsbedingungen und Auswirkungen auf die Geschlechter berücksichtigt werden". (BMFSFJ 2000)
Für die Umsetzung von GM in der Jugendsozialarbeit lassen sich Anknüpfungspunkte an bestehende Formen geschlechtsbewusster Arbeit mit Mädchen und Jungen finden. Die Einführung der Geschlechterperspektive eröffnet neue Räume für innovative inhaltlich-konzeptionelle Möglichkeiten mit dem Ziel, gleiche Chancen für Mädchen und Jungen zu ermöglichen.
Gesamtliste der Projekte in der Datenbank
Kooperationsprojekt Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe
Schulewski, Ute Doing Gender Gender Effekte in Handlungsstrategien und Handlungskonstellationen von SozialpädagogInnen in der Jugendberufshilfe Geschlechtsidentität und berufliche Identität werden in der Praxis sozialpädagogischer Arbeit noch weitgehend getrennt voneinander thematisiert. Geschlechtsidentität und geschlechtsspezifische Rollenzuweisungen sind grundlegende gesellschaftlich und psychologisch fundierte Orientierungsschemata. Beruflichkeit orientiert sich zumeist an als männlich definierten Kategorien wie Leistung und Rationalität und der Maßstab ihrer Bewertung ist eine angenommene nicht wirklich vorhandene normale männliche Berufsbiographie. Sozialpädagogik oder andere Fachgebiete werden entpersonalisiert und männliche und weibliche Fachkräfte auf geschlechtslose Sachlichkeit reduziert.
Im Kooperationsgefüge eines Teams wie im Kontext von Institutionen werden Frauen und Männer jedoch als männliche oder weibliche BerufsvertreterInnen aktiv und wahrgenommen. Sie gestalten auf der Grundlage ihrer Geschlechtlichkeit ihr Handeln, ebenso werden ihnen je nach Geschlecht verschiedene Aufträge und Handlungsweisen zugestanden.
Ziel dieser Ausführungen ist es, das Zusammenwirken von Geschlecht und beruflichem Handeln im Handlungskontext und daraus resultierende Wechselwirkungsprozesse in der Zusammenarbeit in Teams zu beleuchten. Damit wird ein Beitrag zum tieferen Verständnis der Herstellungsprozesse von Geschlechterverhältnissen im beruflichen Handeln geleistet. 2002-00-00 47 DJI München/Leipzig Arbeitspapier 2/2002
Kraheck, Nicole Verbesserung der beruflichen Chancen von Mädchen und jungen Frauen Praxismodelle Band 6 Der Band dokumentiert anhand von 21 Praxismodellen die Vielfalt innovativer Ansätze zur beruflichen Förderung von Mädchen und jungen Frauen, beginnend mit Ansätzen einer Verknüpfung von Berufsorientierung und Lebensplanung für Mädchen, über Strategien zur Förderung der informations- und kommunikationstechnischen Grundbildung und Medienkompetenz von Mädchen und jungen Frauen, bis hin zur Erstausbildung von jungen Müttern und zu Beschäftigungsmodellen für junge erwachsene Frauen. 2001 170 München/Leipzig Materialien aus dem Forschungsschwerpunkt 1 am DJI
Richter Datenbank PRAXIMO - Modul "Gender Mainstreaming" Gute Beispiele aus der Praxis zur Gleichstellung von jungen Frauen und jungen Männern in der Jugendsozialarbeit 2004-00-00 München/Halle